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Mutter & Kind

Hausmittel: Was Ihrem Baby bei Verstopfung hilft

Wenn Sich Ihr Baby quält, bevor es in die Windel macht, können Hausmittel und eine Ernährungsumstellung helfen.
Zuletzt aktualisiert am: 10.10.2016
Inhalt

Wenn Ihr Baby zwei bis drei Tage nicht in die Windel macht, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Die Häufigkeit, in der Babys und Kleinkinder Stuhl absetzen unterscheidet sich stark von Kind zu Kind. Bemerken Sie, dass das Stuhlabsetzen Ihr Kind stark anstrengt und Schmerzen verursacht, könnte eine Verstopfung dahinterstecken. Vermuten Sie eine beginnende Verstopfung bei Ihrem Kind, können Hausmittel den Stuhlgang normalisieren und bei der Stuhlentleerung helfen.

Tipps

Einfache Tipps bei Probleme mit dem Großen Geschäft

  • Massieren Sie den Bauch Ihres Babys mit warmem Kümmelöl im Uhrzeigersinn von rechts unten (aus der Sicht Ihres Kindes) um den Bauchnabel nach links unten.
  • Kleinkindern geben Sie nach dem Aufwachen ein Glas Orangen- oder Apfelsaft zu trinken, um den natürlichen morgendlichen Reiz zum Absetzen von Stuhlgang zu verstärken.
  • Sie können Ihrem Säugling bei der Stuhlentleerung helfen, indem Sie den Anus mit warmem Babyöl vorsichtig massieren.

Vorsicht bei pflanzlichen Präparaten!

Bei Erwachsenen beliebte Präparate wie Flohsamenschalen, Aloeextrakt, Rhabarberwurzel, Faulbaumrinde und Sennesfrüchte sind für Säuglinge und Kleinkinder aufgrund einer hohen möglichen Nebenwirkungsrate nicht geeignet.
Flüssigkeitsmangel vorbeugen

Wieviel Babys täglich trinken sollten

Um einen Flüssigkeitsmangel als Auslöser einer Verstopfung zu vermeiden, sollten Säuglinge bis 12 Monate circa 140 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag zu sich nehmen. Kleinkinder von 13 bis 24 Monate benötigen circa 120 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.

Ernährung

Wie Sie mit der richtigen Ernährung einer Verstopfung vorbeugen

Der Darm ist ein sensibles Organ und seine gesunde Funktion ist stark von der Zusammensetzung der Ernährung abhängig. In den ersten Monaten regelt die Muttermilch den Stuhlgang Ihres Babys auf unproblematische Weise. Mit zunehmendem Alter wird die Ernährung Ihres Kindes komplexer und das Risiko für eine Verstopfung nimmt zu. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel lockern den Stuhl auf und helfen Ihrem Kleinkind, einen regelmäßigen Rhythmus für seinen Gang zur Toilette zu entwickeln. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Trockenobst, Gemüse, Quark, Joghurt und Käse. Bieten Sie Ihrem Kind zum Beispiel statt Gummibärchen Trockenpflaumen an.

Neigt Ihr Kind zu Verstopfung, verzichten Sie in seiner Ernährung auf:

  • Weißmehlprodukte
  • Süßigkeiten
  • Kakao
  • Limonade
  • Bananen
  • Karotten
  • Heidelbeeren
  • Nüsse

Homöopathische Medikamente gegen Verstopfung

Wenn Sie der Homöopathie zugeneigt sind, sprechen Sie Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme auf homöopathische Wirkstoffe an, die Babys und Kleinkindern bei Verstopfung verwendet werden. Je nach Beschwerdebild können Sie Alumina, Opium oder Sulfur in der entsprechenden Potenz geben.

Wann zum Arzt?

Wann zum Arzt?

Eine akute oder chronische Verstopfung kann sowohl bei Babys als auch bei Kleinkindern unterschiedliche Ursachen haben. Zögern Sie nicht zu lange mit einem Besuch bei Ihrem Kinderarzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind Probleme bei der Stuhlentleerung hat. Warnsymptome wie Blutauflagerungen auf dem Stuhl und starke Bauchschmerzen sollten rasch abgeklärt werden. 

Quellen:

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